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Die Ausdauer gilt als ein wichtiger Faktor der körperlichen Leistungsfähigkeit (neben Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit).
Ausdauer wird allgemein als Widerstandsfähigkeit gegen Ermüdung sowie die Fähigkeit zur raschen Wiederherstellung nach einer Belastung definiert.
Da sportliche Handlungen aber durch unterschiedliche Dauer und Intensität (100m-Sprint / 10Km-Lauf) gekennzeichnet sind, Dauer und Intensität aber erhebliche Auswirkungen auf die Art der dafür notwendigen Energiebereitstellung hat, unterscheidet man im wesentlichen:
Für den Bereich des Fitness-/Gesundheitssports spielt die aerobe Ausdauer daher die weitaus größere Rolle, da durch die Notwendigkeit der Sauerstoff-Zufuhr das gesamte Herzkreislaufsystem beansprucht und dadurch verbessert wird; (.... und das ist dringend notwendig, da Herzkreislauferkrankungen mit über 50% als weitaus häufigste Todesursache diagnostiziert wird.) Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang, dass Schnelligkeit um etwa 20%, Kraft um 360%, Ausdauer aber um 650% durch entsprechendes Training zu verbessern sind! Daneben ist die Ausdauer bzw. das Herzkreislaufsystem im Unterschied zu anderen Leistungsfaktoren bis ins hohe Alter trainierbar!
Bei extrem langen und niedrigintensiven Belastungen wird Energie zu großen Teilen aus den körpereigenen Fettreservoirs gewonnen, so dass Ausdauertraining (vor allem lange, langsame Läufe, Fahrradfahren, InlineSkating, Schwimmen) sich hervorragend zur Gewichtsreduzierung eignet!
Abgestimmt auf die unterschiedlichen Trainingszustände (Untrainierter/Leistungssportler) sowie auf die unterschiedlichen Umfänge und Belastungsintensitäten hat man verschiedene Trainingsmethoden entwickelt. Für das Ausdauertraining unterscheidet man im wesentlichen die Dauer- und Intervall-Methoden. Diese Methoden sollen daher hier erprobt werden.
Der Aufbau eines Trainingsprogramms basiert auf bestimmten Trainingsprinzipien. Ein wichtiges Prinzip dabei ist das der optimalen Relation von Belastung und Erholung (das betrifft die Trainingswoche, das Trainingsjahr und u.U. auch die einzelne Trainingseinheit). Wichtig sind weiterhin das Prinzip der progressiven Belastung, d.h. der Körper reagiert nur bei zunehmenden Belastungen, da er nach einer Anpassungsphase neue Reize zur weiteren Verbesserung benötigt. Anpassungsvorgänge wie oben beschrieben (z.B. Kapillarisierung) - auch Adaptionen genannt - werden nur durch immer stärkere Reize hervorgerufen. Merke: „Ohne Belastung keine Anpassung!“ (oder auch: „No pains, no gains!“) Eine Progression soll immer in folgender Reihenfolge geplant werden:
Grundlage für alle Leistungssteigerungen sind Anpassungsvorgänge, die dem Prinzip der Superkompensation unterliegen: Zwischen Belastung und Anpassungsreaktion des Körpers besteht ein Gleichgewicht (Homöostase); die durch erhöhte Belastung ausgelösten Wiederherstellungsprozesse verbessern das Leistungsniveau über den Ausgangswert hinaus (Superkompensation); die nach einer Belastung einsetzenden Wiederherstellungsprozesse zielen darauf ab, das belastete System vor einer erneuten Belastung zu schützen (z.B. Hautverdickung auf der Handfläche nach Schädigung durch Umgraben, Reckturnen oder sonstige Foltermethoden). Ist die Pause bis zum nächsten Belastungsreiz zu lang, bildet sich das Leistungsniveau wieder zurück: negative Anpassung. Wird der jeweils nächste Reiz am höchsten Punkt der Anpassungsphase gesetzt, kann dauerhaft eine sehr wirkungsvolle positive Anpassung erzielt werden.
Bei Anfängern kann man davon ausgehen, dass eine optimale Ermüdungs - Wiederherstellungs - Anpassungskurve erreicht wird, wenn alle 3 Tage ein neuer Belastungsreiz gesetzt wird.