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Regeln

Schnelldurchgang durchs Regelwerk:

Erst der Aufschlag - dann der Punkt
Das Spiel hat zwei Ziele. Zunächst einmal muss jeder Spieler (beim Doppel jede Partei),
verhindern, dass der Ball innerhalb der eigenen Spielfeldseite auf den Boden fällt.
Darüber hinaus sollte dann der Ball so auf die gegnerische Feldseite geschlagen werden,
dass er vom Gegner fallengelassen bzw. ins Netz oder ins "Aus" geschlagen werden muss.
Satz und Sieg
Punkte erzielen kann nur, wer den Aufschlag gemacht hat. Macht der einen Fehler, bekommt der Gegner den Aufschlag und kann seinerseits versuchen, Punkte zu machen.
Der Punktestand ändert sich beim Aufschlagwechsel nicht. Aus z.B. 8:5 wird lediglich 5:8.
Gespielt wird der Satz im HE, HD, DD und MX bis 15 Punkte, im DE bis 11.
Ein Spiel ist nach zwei Gewinnsätzen beendet.
Nach dem ersten Satz werden die Spielfeldseiten gewechselt. In einem dritten Satz dann,
wenn der erste Spieler im HE/HD/DD/MX 8 Punkte, im DE 6 Punkte erreicht hat.
Verlängerung
Steht es kurz vor Schluss Unentschieden tritt die Verlängerungsregel in Kraft (Fachausdruck: "Setzen").
Beim Stande von 14:14 (DE 10:10) kann von dem Spieler, der bis dahin führte,
das Spiel vor dem nächsten Aufschlag bis 17 (DE bis 13) verlängert werden ("Ich verlängere bis 17" / "gesetzt 3 Punkte").
Der vorher führende Spieler braucht allerdings nicht zu verlängern. Ob er "setzt", ist alleine in sein Ermessen gestellt.
Fehler sind:
- Aufschlagfehler (s.u.);
- Ball wird ins Netz geschlagen oder unterhalb des Netzes durchgeschlagen;
- Ball wird ins Aus geschlagen;
- Ball wird mit Körperteil oder Kleidung berührt;
- Ball wird geschleudert oder zweimal getroffen;
- Schläger, Körperteil oder Kleidung berühren das Netz;
- Ball wird geschlagen, bevor er das Netz überquert hat ("Übergreifen").
Aufschlagausführung
Der Aufschlag ist ins diagonal gegenüberliegende Aufschlagfeld (vorne begrenzt durch vordere Aufschlaglinie,
hinten durch die Grundlinie) auszuführen.
Der Ball muss ins Feld (Linien gehören dazu) hineinfallen.
Ball muss unterhalb der Taille getroffen werden, dabei muss der Schlägerkopf tiefer als die
schlägerführende Hand liegen (d.h., der Ballflug erfolgt von unten nach oben).
Der Fuß des Federballes muss zuerst getroffen werden.
Beide Füße müssen an einer Stelle im Aufschlagfeld (nicht auf der Linie) stehen, dabei ist das Anheben
z.B. der Ferse erlaubt, nicht jedoch das Voranziehen der Füße.
Die Aufschlagbewegung von Hand und Schläger darf nach ihrem Beginn nicht mehr unterbrochen werden.
Wechsel rechtes und linkes Aufschlagfeld
Bei 0 und bei allen geraden eigenen Punkteständen schlägt der Aufschläger aus dem rechten Aufschlagfeld aus,
bei ungeraden aus dem linken.
Der Annehmer hat sich jeweils nach dem Punktestand des Aufschlägers zu richten und innerhalb des
diagonal gegenüberliegenden Feldes zu postieren.
Daraus folgt, dass jeweils nach einem gewonnenen Punkt beide Spieler ihre Aufschlagfelder wechseln müssen.

Regeln für das Doppelspiel
Keine Sonderregeln innerhalb der Doppeldisziplinen
Die Regeln für Herrendoppel, Damendoppel und Mixed unterscheiden sich nicht.
Jede Partei hat einen Schlag, wer ihn ausführt, ist einerlei, es gibt keine vorgeschriebene Reihenfolge.
Auch darf sich jeder Partner ohne Einschränkungen auf der
gemeinsamen Spielfeldseite bewegen.
Gegenüber dem Einzel bestehen folgende wesentliche Abweichungen:
1. Andere Spielfeld- (äußere Seitenlinie) und Aufschlagfeldbegrenzungen (nur bis zur hinteren Aufschlaglinie).
2. Jede Seite hat - außer bei Satzanfang - zwei Aufschlagrechte.
Aufschlagrecht
Jeder der Partner hat solange das Aufschlagrecht, solange er Punkte macht. Geht das Aufschlagrecht verloren,
zu geht es zunächst an den Partner über,
der seinerseits versuchen kann, Punkte zu gewinnen. Verliert dieser das Aufschlagrecht ebenfalls,
geht es an den ersten Spieler des Gegners über, danach an den zweiten.
Einschränkung: Zu Beginn eines jeden Satzes hat die aufschlagende Partei nur ein Aufschlagrecht.
Stellung der Partner
Die Partner entscheiden vor Spielbeginn, wer bei 0 beide und damit bei allen eigenen geraden Punktestände in der
Aufschlag- (bzw. Annahme)Situation rechts zu stehen hat (Partner A).
Es gilt sich also für den Rest des Spiels zu merken, wer "gerade" ist (Partner A) und wer "ungerade" ist (Partner B).
Nach dem Gewinn des Aufschlagrechtes wird jedes Mal der erste der beiden Aufschläge von der rechten Seite gemacht,
d.h. bei einem eigenen geraden Punktestand von Partner A, bei einem eigenen ungeraden Punktestand von Partner B.
Ebenso verhält es sich bei der Aufschlagannahme. Die Partner stehen im Aufschlagannahmefeld gemäß des eigenen Punktestandes.
Annehmen muss der, der dem Aufschläger diagonal gegenüber steht.
Bei 0 beide wird der erste Aufschlag von rechts ausgeführt.
Wechsel des Aufschlagfeldes
Machen die Partner einen Punkt, muss Partner A aus dem rechten ins linke Aufschlagfeld wechseln
und den nächsten Aufschlag spielen (usw.).
Verlieren sie den Ballwechsel, bleibt der Punktestand bestehen und Partner B darf nun aus "seinem" Aufschlagfeld
(gemäß eigenem Punktestand)
den nächsten Aufschlag spielen.
Es gilt also zu merken, aus welchem Aufschlagfeld der letzte Aufschlag ausgeführt wurde,
dies wiederum kann man mit dem Punktestand auf Plausibilität überprüfen.
Sonst noch Fragen?
Was geschieht bei Verwechslungen der Aufschlag- bzw. Rückschlagseiten im Doppel?
Wird eine Verwechslung vor Ausführung des nächsten Aufschlages bemerkt, erfolgt dann eine Wiederholung,
wenn sich die Partei, die die Verwechslung begangen hat,
einen Vorteil verschafft hat, d.h., wenn sie den Ballwechsel gewonnen hat. Ansonsten bleibt die neue Stellung bestehen.
Bei verspätetem Bemerken von Verwechslungen bleiben sie ohne Konsequenzen bestehen.
Wo muss der Partner des Aufschlägers stehen?
Er darf auf seiner Feldseite überall stehen, nur darf er dem Rückschläger nicht den Blick auf den Aufschläger verdecken.
Ist es gestattet, wenn ein Spieler beim Aufschlag den Ball annimmt oder berührt, der für den Partner bestimmt ist?
Nein, es ist Fehler.
Kann Wiederholung reklamiert werden, wenn sich Partner unglücklicherweise gegenseitig behindern?
Und mag es noch so unglücklich gewesen sein - nein.
Sind gegenseitige Zurufe zwischen Partnern erlaubt?
Ja, sofern sie den Gegner nicht behindern.
Was geschieht, wenn ein Ball vor dem Rückschlag aus Versehen die Haare des Partners gestreift hat?
Fehler, da der Ball im Augenblick der Körperberührung aus dem Spiel ist.
Auch wenn die Berührung unabsichtlich war und die Flugbahn nicht geändert wurde?
Auch dann.
Darf ein Partner wenigstens den Ball "retten", wenn der Mitspieler ihn trotz Bemühens nicht erreicht?
Das darf er - solange der Mitspieler den Ball nicht berührt hat.
Dürfen zwischen den Ballwechseln zwischen den Partnern Absprachen getroffen werden?
Ja, solange sie dadurch das Spiel nicht verzögern.

Neue Regelung

Neue Zählweise (Rallypoint)

Jede Partei kann unabhängig vom Aufschlag punkten. Es werden zwei Gewinnsätze bis 21 Punkte je Satz gespielt. Eine Partei hat einen Satz gewonnen, wenn sie als erste 21 Punkte erreicht und dabei mindestens 2 Punkte mehr als die gegnerische Partei hat. Bei 21:20 wird das Spiel solange verlängert, bis eine Partei mit 2 Punkten führt (bis maximal 30 Punkte). Ein Satzergebnis von 30:29 ist demnach möglich.

Für jeden gewonnenen Ballwechsel wird ein Punkt vergeben. Zusätzlich erhält die Partei, die den vorangegangenen Ballwechsel für sich entschieden hat, das Aufschlagsrecht.

Zu Beginn des Spiels wird ausgelost, wer Seitenwahl bzw. den ersten Aufschlag erhält. Eine gängige Methode der Auslosung ist, einen Badmintonball hochzuwerfen oder ihn umgekehrt auf die Netzkante zu legen und fallen zu lassen. Diejenige Partei, zu welcher der Korkfuß des Balles zeigt, darf wählen,

Die andere Partei entscheidet sich für eine der verbleibenden Möglichkeiten. Die Auslosung kann statt mit einem Federball auch mit einem anderen Los stattfinden. Bei der Seitenwahl ist es aus taktischen Gründen sinnvoll, zunächst auf der Seite mit der „schlechteren“ Sicht zu spielen, weil man dann in der Schlussphase eines möglichen dritten Satzes auf der „besseren“ Seite spielen darf.

Fragen - und Antworten

Wer hat den ersten Aufschlag?
Wer beim Losen gewinnt, hat die Möglichkeit, zwischen der Feldseite für den ersten Satz zu
wählen oder dem ersten Aufschlagrecht.
Bei der Wahl von letzterem darf der andere Partei die Seite wählen.
Im nächsten Satz hat jene Partei den ersten Aufschlag, die den vorhergehenden Satz gewonnen hat.
Ist Netzberührung erlaubt?
Wenn ein Ball das Netz berührt, ist er weiter im Spiel (auch beim Aufschlag), es sei denn,
er überquert das Netz nicht.
Wenn ein Spieler mit seinem Schläger oder seinem Körper das Netz berührt gilt dies als Fehler,
es sei denn, der Ball ist schon aus dem Spiel.
Was ist, wenn der Ball gegen den Pfosten fliegt?
Wenn der Pfosten auf der Linie steht und der Ball gegen einen über die Netzhöhe
hinausragenden Teil des Pfostens fliegt, ist Wiederholung.
Steht der Pfosten außerhalb des Feldes, ist es Fehler.
Und wenn der Ball gegen die Decke fliegt?
Ist die Halle 9 Meter hoch ist es immer Fehler.
Bei niedrigeren Hallen (im DBV zwischen 5 Meter und 8,99 Meter) gilt die Vereinbarung,
dass Aufschläge, die gegen die Decke geschlagen werden, wiederholt werden.
Im Spiel ist Deckenberührung Fehler. In einigen Hallen hängen Gerätschaften von der Decke herunter.
Deren Berührung führt im allgemeinen zur Wiederholung.
Am zweckmäßigsten sprechen die Gegner vor Spielbeginn anhand der Örtlichkeiten ab,
wie sie bei Deckenberührung verfahren wollen.
Wenn beim ersten 14 beide nicht verlängert wurde, kann dann verlängert werden, wenn der
Spielstand noch mal wiederkommt, weil niemand einen Punkt gemacht hat?
Nein, das Verlängerungsrecht gilt nur für den frischen Spielstand.
Bei mehrfachem Aufschlagwechsel kann keiner der Spieler nachträglich verlängern.
Auch kann nachträglich nicht verlängert werden, wenn es jemand "vergessen hat" zu tun.
Ist ein so krummes Ergebnis wie 15:14 14:17 17:16 möglich?
Ja. Erster Satz wurde ohne Verlängerung gewonnen, der zweite in der Verlängerung verloren,
der dritte in der Verlängerung gewonnen.
Was passiert, wenn sich Spieler uneins sind, ob ein Ball im Aus war oder noch im Feld?
Wenn kein Schiedsrichter da ist, wird im allgemeinen auf Wiederholung entschieden.
Man kann aber auch vereinbaren, dass jeder Spieler die Entscheidungen auf seiner Seite trifft.
Ein Ball, der offensichtlich ins Aus (bzw. beim Aufschlag ins falsche Aufschlagfeld) gefallen wäre,
wird vom annehmenden Spieler vor der Bodenberührung jedoch noch - unglücklich/aus Versehen - berührt.
Darf man dennoch sagen, er war aus?

Nein, darf man nicht. Es ist immer Fehler des Berührenden, einerlei wo der steht und wie unglücklich er noch berührt wurde.
Ein Ball ist erst dann aus dem Spiel, wenn er auf dem Boden liegt.
Wenn der Ball im Flug sich teilt, was ist entscheidend, wo der Kork hinfällt oder wo der Kranz hinfällt?
Wiederholung.
Dürfen Pausen genommen werden?
In Wettkampfspielen ist eine 90-Sekunden-Pause zwischen dem ersten und zweiten Satz erlaubt
und eine 5-Minuten-Pause zwischen dem zweiten und einem eventuellen dritten Satz.
Ansonsten besagt die Regel zur Spielfortsetzung, dass vom ersten Aufschlag bis zum Schluß das
Spiel ohne Unterbrechungen fortzusetzen ist.
Auf keinen Fall darf ein Spiel unterbrochen werden, um sich zu erholen oder um Ratschläge
entgegenzunehmen. Auch Verletzungs- oder Erschöpfungspausen sind nicht gestattet.
In der 90-Sekunden-Pause darf die enge Umgebung des Feldes nicht verlassen werden.
Es ist jedoch nach dem Seitenwechsel ein Gespräch mit einem Betreuer ("Coachen") erlaubt.
Im der 5-Minuten-Pause dagegen darf das Feld (z.B. zu einem Gang in die Umkleidekabine) verlassen werden.
Der Seitenwechsel im dritten Satz wurde vergessen, was tun?
Seitenwechsel nachträglich vollziehen, erreichter Spielstand bleibt bestehen.
Wenn der Ball im Netz hängen bleibt, wie wird verfahren?
Wenn dies auf der eigenen Seite geschieht, Fehler, bleibt er allerdings nach
Netzüberquerung in der gegnerischen Hälfte im Netz hängen, Wiederholung.
Sind Rufe erlaubt?
Nein. Wer den Gegner durch Rufe oder Gebärden ablenkt, begeht einen Fehler.
Was bedeutet die "Geschwindigkeit" eines Federballes?
Die Regel schreibt vor, dass mit Bällen gespielt wird, die bei einem vollen Unterhandschlag eine bestimmte Flugweite erreichen.
Sie müssen bei einem Testschlag von der eigenen Grundlinie aus ("Probeschlag") zwischen den Testmarkierungen,
die an der jenseitigen hinteren Doppel-Aufschlaglinie angebracht sind, landen.
Bälle die vorher landen, sind "zu langsam" (Federn nach innen knicken),
Bälle die dahinter landen, sind "zu schnell" (Federn nach außen knicken).
Während des Spiels dürfen Veränderungen am Ball nur mit Zustimmung des Gegners vorgenommen werden.
Dürfen überraschende Aufschläge gemacht werden?
Der Aufschläger darf erst den Aufschlag ausführen, wenn der Rückschläger sich hingestellt hat
und aufmerksam dem Aufschläger entgegenblickt (sonst Wiederholung).
Danach dürfen jedoch Aufschlagvarianten (z.B. schnelle hohe statt kurze) ausgeführt werden,
solange sie regelgerecht sind.
Was passiert, wenn ein Spieler beim Aufschlag den Ball nicht trifft?
Fehler.
Wie lange darf der Aufschläger die Aufschlagausführung verzögern?
5 Sekunden, längeres Warten gilt als Fehler.